Beweisverfahren in Frankreich

36 Jahre Erfahrung • 10+ Fälle pro Jahr • Partner-Zugang

Von französischem Kunden verklagt? Sichern Sie Beweise – bevor es zu spät ist

Wenn Ihr französischer Geschäftspartner ein référé-expertise (Beweisverfahren) gegen Sie einleitet, entscheiden die nächsten 15 Tage über Hunderttausende Euro. Wir verteidigen deutsche Hersteller seit 1989.

3-Fragen-Schnellcheck: Brauchen Sie JETZT Hilfe?

  • Wurde Ihnen eine französische Klage zugestellt? 
  • Droht ein Gutachterverfahren (référé-expertise)? 
  • Müssen technische Beweise gesichert werden?

Mindestens 1× angekreuzt? Handeln Sie in den nächsten 48 Stunden.

Reale Ergebnisse unserer Mandanten

FallBrancheForderung/RisikoErgebnisEinsparung
Case 1Automotive-Zulieferer600.000 €220.000 € Einigung63% gespart
Case 2HolzlattenverkäuferÜber 150.000 €90% Haftung Monteur
Klage erfolglos
~150.000 € gespart
Case 3Maschinenindustrie18 Monate Verfahren + 1,5 Mio. €Einigung nach 1. Termin17 Monate Zeit gespart

Case 1: Automotive-Zulieferer aus Deutschland (2019-2021)

Ausgangslage: Französischer OEM forderte 600.000 € Schadensersatz wegen angeblich fehlerhafter Komponenten. Das Gericht hatte bereits einen Gutachter ernannt.

Unsere Strategie: Wir stellten fest, dass der ernannte Gutachter keine Automotive-Erfahrung hatte und beantragten erfolgreich seine Ablehnung gemäß Art. 234 CPC. Der neue Gutachter kam zu einer differenzierten Haftungsverteilung.

Ergebnis: Einigung bei 220.000 € statt 600.000 € – eine Ersparnis von 380.000 € (63%). Hauptverfahren vermieden, weitere 100.000+ € Verfahrenskosten gespart.

Case 2: Holzlattenverkäufer aus Deutschland (2020-2022)

Ausgangslage: Deutsche Firma verkaufte Holzlatten für Hausfassaden in Frankreich. Schäden an mehreren Fassaden – drohende Schadensersatzforderung über 150.000 €. Französischer Bauherr leitete référé-expertise ein.

Unsere Strategie: Wir sicherten Beweise zur unsachgemäßen Montage und bereiteten technische Dokumentation vor. Im Gutachterverfahren arbeiteten wir eng mit einem unabhängigen Holzbau-Experten zusammen.

Ergebnis: Das Gutachten legte zu 90% die Haftung auf den Monteur fest. Im anschließenden Hauptverfahren wurde die Klage gegen unseren Mandanten erfolglos abgewiesen – komplette Einsparung der 150.000+ € Forderung.

Case 3: Maschinenindustrie (2018)

Ausgangslage: Produkthaftungsfall einer deutschen Maschinenbaufirma. Komplexes technisches Gutachterverfahren drohte 1,5 Millionen Schadensersatz sich über 18+ Monate zu ziehen mit entsprechenden Kosten.

Unsere Strategie: Bereits beim ersten Termin mit dem Gutachter präsentierten wir eine vollständige technische Dokumentation und ein eigenes Gegengutachten. Parallel führten wir Vergleichsverhandlungen.

Ergebnis: Einigung bereits nach dem ersten Gutachter-Termin. Statt 18 Monaten Verfahrensdauer nur 6 Wochen bis zur Einigung – massive Zeit- und Kostenersparnis.

→ Alle Details zu diesen Fällen im ausführlichen Fachartikel

Die 3 teuersten Fehler deutscher Hersteller und Lieferanten

Fehler 1: Zu spät reagieren

Das Problem: Nach Zustellung der französischen Klage haben Sie nur 15 Tage Zeit für die Bestellung eines Anwalts. Viele deutsche Unternehmen unterschätzen diese Frist oder warten ab „was passiert“.

Die Konsequenz: Versäumte Fristen = Verlust wichtiger Verfahrensrechte. Sie können dann z.B. den Gutachter nicht mehr ablehnen oder eigene Beweisanträge nicht mehr stellen. Kosten: Oft 50.000-100.000 € vermeidbare Mehrkosten.

Fehler 2: Nicht aktiv am Gutachterverfahren teilnehmen

Das Problem: Viele deutsche Unternehmen denken, dass der Gutachter „neutral“ ist und schon die Wahrheit finden wird. Sie schicken nur Dokumente zu, ohne an den Terminen teilzunehmen oder die Zwischenberichte aktiv zu kommentieren. Sie unterschätzen, dass das Gutachterverfahren ein strategischer Prozess ist, kein neutrales Laborexperiment.

Die Konsequenz: Der Gutachter arbeitet nur mit den Informationen der Gegenseite. Wichtige technische Details bleiben unerwähnt, entlastende Beweise werden nicht berücksichtigt. Das Endergebnis: Ein einseitiges Gutachten, das massiv gegen Sie ausfällt. Kosten: 500.000-5.000.000 € je nach Fall durch vermeidbare Haftungszuschreibung, weil Ihre Version nicht gehört wurde.

Fehler 3: Ohne französischen Anwalt verhandeln

Das Problem: Manche deutsche Firmen versuchen, direkt mit dem französischen Kläger oder dessen Anwalt zu verhandeln – ohne eigene französische Rechtsvertretung. Sie kennen weder die Verfahrensregeln noch die Verhandlungstaktiken.

Die Konsequenz: Ungewollte Zugeständnisse, fehlende Beweissicherung, Prozessverlust. Im Hauptverfahren sind Sie dann zur Vertretung durch einen Avocat verpflichtet – aber die wichtigen Weichen wurden schon falsch gestellt. Kosten: 200.000+ € durch schwache Verhandlungsposition.

Produkthaftung: Spezialfall référé-expertise

Bei Produkthaftungsfällen gelten in Frankreich besondere Regeln: verschuldensunabhängige Haftung (responsabilité sans faute) und 10-jährige Verjährungsfrist ab Inverkehrbringen. Wir wissen bescheid.

Kritische Dokumente im Gutachterverfahren:

  • CE-Kennzeichnung und Konformitätserklärungen
  • Beweis bestimmungsgemäßer Verwendung
  • Nachweis zur Haftungsverteilung (Hersteller vs. Monteur/Händler)

Produkthaftung in Frankreich: Vollständiger Leitfaden für deutsche Hersteller

So verhindern wir das für Sie

Sofortige Reaktion innerhalb von 24-48 Stunden

Wir prüfen die erhaltene Klage für ein Beweissicherungsverfahren innerhalb von 24-48 Stunden, sichern alle Fristen und reichen rechtzeitig dem Gericht eine Vollmacht ein. Keine verpassten Deadlines, volle Verfahrensrechte.

Strategische Vorbereitung für das Gutachterverfahren

Bevor der erste Gutachter-Termin stattfindet, bereiten wir mit Ihnen die vollständige technische Dokumentation vor: Konstruktionspläne, Qualitätsprotokolle, Wartungshinweise. Wir identifizieren Schwachstellen in der Argumentation der Gegenseite und entwickeln eine klare Verteidigungslinie. So gehen wir optimal vorbereitet in jeden Termin.

Zweisprachige Expertise für optimale Verhandlungsposition

Als Avocat (Frankreich) und Rechtsanwältin (Deutschland) verstehen wir Ihre Ausgangsposition im deutschen Recht und übersetzen sie optimal ins französische Verfahren. Wir verhandeln auf Augenhöhe mit französischen Anwälten – mit Erfolg seit 36 Jahren.

Wie wir Sie begleiten: Unsere Methode in 4 Schritten

1. Sofort-Analyse (Woche 1)

  • Prüfung der französischen Klage und aller Anlagen
  • Bewertung der Erfolgsaussichten und Haftungsrisiken
  • Fristencheck: kritische 15-Tage-Frist für Erwiderung
  • Ersteinschätzung der Gesamtkosten (Anwalt + Gutachter)

Ihr Ergebnis: Schriftliche Ersteinschätzung mit Handlungsempfehlung und Kostenrahmen

2. Strategie-Entwicklung (Woche 2-4)

  • Entwicklung der Verteidigungsstrategie für das référé-expertise
  • Gutachter-Profil definieren: Welche Expertise wird wirklich gebraucht?
  • Beweismittel sichern: Dokumente, Fotos, technische Unterlagen
  • Schriftliche Erwiderung (conclusions) vorbereiten und einreichen

Ihr Ergebnis: Fristgerechte Erwiderung beim französischen Gericht eingereicht, alle Verfahrensrechte gesichert

3. Gutachterverfahren begleiten (Monat 2-24)

  • Teilnahme an allen Terminen mit dem Sachverständigen (oft 3-8 Termine)
  • Technische Dokumentation bereitstellen und erläutern
  • Zwischenberichte des gerichtlicher Sachverständiger in Frankreich prüfen und kommentieren
  • Parallel: Verhandlungen mit der Gegenseite über Einigung, falls denkbar

Ihr Ergebnis: Professionelle Begleitung des gesamten Gutachterprozesses, optimale Beweislage

4. Verhandlung & Einigung

  • Analyse des Gutachter-Ergebnisses: Stärken und Schwächen
  • Vergleichsverhandlung mit der Gegenseite führen
  • Einigung protokollieren oder Vorbereitung des Hauptverfahrens

Ihr Ergebnis: In 60% der Fälle (meist bei wenigen Parteien): Einigung ohne Hauptverfahren – massive Kosten- und Zeitersparnis

Starten Sie jetzt mit Schritt 1

Gut zu wissen: Die kritische 15-Tage-Frist

Nach Zustellung einer französischen Klage haben Sie nur 15 Tage Zeit, um eine Anwaltsvollmacht beim Gericht einzureichen. Diese Frist ist absolut – keine Verlängerung möglich.

Was Sie in diesen 15 Tagen tun müssen: Den Sachverhalt prüfen, einen französischen Avocat beauftragen, Beweismittel sichern, mit der Verfassung der Erwiderung beginnen.

Statistik: 40% der deutschen Unternehmen verpassen diese Frist, weil sie erst „abwarten wollen“ oder die Klage intern übersetzen lassen.Ergebnis: Verlust wichtiger Verfahrensrechte.

Unser Rat: Kontaktieren Sie uns innerhalb von 48 Stunden nach Zustellung – wir prüfen sofort und sichern alle Fristen.

Warum Berton & Associés statt Großkanzlei?

Kriterium Berton & Associés Großkanzlei DE-FR
Partner-Zugang Direkt (36 Jahre Erfahrung) ❌ Junior-Anwälte
Spezialisierung référé-expertise 10+ Fälle pro Jahr ⚠️ Erfahrung verteilt auf viele Rechtsgebiete
Reaktionszeit 24-48 Stunden ❌ 5-7 Werktage
Kosten-Transparenz Transparent + fair ❌ Oft intransparent, hohe Stundensätze
Engagement pro Mandant Gleiche Sorgfalt bei allen Dossiers ❌ Kleine Fälle an Juniors, nur große Fälle wichtig
  • Franco-allemand depuis 2007: Wir sind seit 2007 ausschließlich auf deutsch-französische Mandate spezialisiert – das ist unser einziger Fokus.
  • Boutique-Kanzlei = persönlich: Sie arbeiten direkt mit den Partnern Françoise Berton (36 Jahre Erfahrung) und Nicolas Priault zusammen – nicht mit wechselnden Junior-Teams.
  • Ergebnisse statt Theorie: Siehe unsere Cases oben – 600.000 € → 220.000 € gespart, 150.000+ € Forderung abgewendet. Das sind reale Mandate, keine theoretischen Fachartikel.

Was kostet ein Beweisverfahren in Frankreich?

Die Gesamtkosten eines référé-expertise setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen:

Gutachterkosten (expert judiciaire): 10.000 – 80.000 € (abhängig vom Fachgebiet und Komplexität)

Anwaltshonorare: Werden individuell nach Aufwand und Komplexität vereinbart

Faktoren, die die Kosten beeinflussen:

  • Technische Komplexität des Falls (einfacher Baumangel vs. komplexe Produkthaftung)
  • Anzahl der Gutachter-Termine (3-15 Termine je nach Fall)
  • Verfahrensdauer (6 Monate vs. 24 Monate)
  • Notwendigkeit eigener technischer Expertise

Wichtig: In 60% unserer Fälle erreichen wir eine Einigung noch während des référé-expertise. Das spart die deutlich höheren Kosten eines Hauptverfahrens. Eine genaue Einschätzung der Kosten erhalten Sie im Rahmen unserer Erstberatung.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein référé-expertise in Frankreich?

Ein référé-expertise dauert in der Regel zwischen 6 und 24 Monaten, abhängig von der technischen Komplexität. Einfache Fälle (z.B. Baumängel, einfache Produktfehler): oft 6-9 Monate. Komplexe technische Gutachten (Maschinen, Automotive, Produkthaftung): 18-24 Monate
Die Dauer hängt wesentlich ab von: Verfügbarkeit des Gutachters, Anzahl der notwendigen Termine, Mitwirkung der Parteien, Komplexität der technischen Analysen.
Unser Erfahrungswert: Durch proaktive Vorbereitung und vollständige Dokumentation können wir die Verfahrensdauer oft um 30-40% verkürzen.

Kann ich den vom französischen Gericht ernannten Gutachter ablehnen?

Ja, aber nur aus triftigen Gründen gemäß Artikel 234 der französischen Zivilprozessordnung (CPC).
Zulässige Ablehnungsgründe: Fehlende technische Kompetenz für den Spezialbereich, Befangenheit oder Interessenkonflikt, mangelnde Verfügbarkeit. Richter müssen überzeugt werden, was schwierig ist.

Brauche ich einen französischen oder deutschen Anwalt für ein Beweisverfahren in Frankreich?

Sie benötigen zwingend einen in Frankreich zugelassenen Avocat. Nur französische Rechtsanwälte dürfen vor französischen Gerichten auftreten.
Ideal ist ein zweisprachiger Anwalt mit beiden Zulassungen. Berton & Associés vereint beides: Françoise Berton ist Avocat (Frankreich) und Rechtsanwältin (Deutschland), Nicolas Priault ist Avocat mit deutschem Rechtsstudium (LL.M.).
So verstehen wir Ihre Ausgangsposition im deutschen Recht und setzen sie optimal im französischen Verfahren um.

Was kostet ein Beweisverfahren in Frankreich durchschnittlich?

Die Gesamtkosten setzen sich zusammen aus:
Gutachterkosten für den Antragesteller: 10.000 – 80.000 € (abhängig vom Fachgebiet: Bau günstiger, Produkthaftung teurer)
Anwaltshonorare: Werden individuell nach Aufwand vereinbart
Wichtig: In 60% unserer Fälle erreichen wir eine Einigung während des référé-expertise, was die deutlich höheren Kosten eines Hauptverfahrens spart.

Ihr Team für Beweisverfahren in Frankreich

Ihr Team für Beweisverfahren in Frankreich

Françoise Berton

Françoise Berton

Gründerin & Partnerin

Avocat (Barreau de Strasbourg) & Rechtsanwältin (Barreau de Karlsruhe). Spezialistin für französisches Prozessrecht und référé-expertise seit 1989. 36 Jahre Erfahrung in deutsch-französischen Streitverfahren.

Nicolas Priault

Nicolas Priault

Avocat

Avocat (Barreau de Strasbourg) mit Doppelstudium Frankreich-Deutschland (LL.M. deutsch-französisches Recht, Universität Erlangen-Nürnberg). Spezialisiert auf handels- und zivilrechtliche Streitigkeiten.

10+ Beweisverfahren pro Jahr • Strasbourg • Paris • Mannheim • Direkter Partnerzugang garantiert

Handeln Sie jetzt – bevor kritische Fristen ablaufen

Bei einem französischen Beweisverfahren entscheiden oft die ersten 15 Tage über Hunderttausende Euro. Versäumte Fristen kosten Sie wichtige Verfahrensrechte – und am Ende oft den ganzen Prozess.

Wir prüfen Ihren Fall innerhalb von einer Woche und sichern alle Fristen.

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